Informationsblatt zu Labyrinthfische


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Labyrinthfische zählen zu den Pionieren der Aquaristik und mit Sicherheit zu den interessantesten Süßwasserfischen.

Die Labyrinthfische (Anabantoidei) sind eine Unterordnung der Anabantiformes, zu der auch noch die Schlangenkopf-fische und Nanderbarsche gehören. Neben den Kiemen verfügen diese Fische über ein Labyrinthorgan, mit dem sie atmosphärischen Sauerstoff an der Wasseroberfläche aufnehmen können. Wegen ihrer meist attraktiven Färbung, der schönen Flossen und der geringen Ansprüche gehören diese Fische zu den beliebtesten Aquarienfischen. Die häufigsten Arten sind der Zwergfaden-, der Mosaik-, der Marmor- und der Goldfadenfisch, der Rote Honig- und der Honig-Gurami, der Kampffisch und der Makropode.

Haltung
Gruppenfische von mindestens 5 Tieren und mehr.

 

Größe
Die kleinsten Arten sind die Zwergguramis , die gerade mal 3,5-5 cm Länge erreichen. Die meisten Betta werden 5-8 cm, die meisten Fadenfische 6-12 cm groß. Der Küssende Gurami wird bis zu 30 cm groß und die Riesenguramis erreichen sogar 50-70 cm  Maximallänge, spielen aber in der Aquaristik eine geringe Rolle.

 

Alter
Der Kampffisch wird nur etwa 3 Jahre alt, die meisten Arten können aber ein Alter von 5-10 Jahren erreichen, einige werden sogar noch deutlich älter.

 

Aquarium
Zur Pflege der kleineren Arten (z.B. Zwergguramis, Kampffische, Zwergfadenfische, Makropoden) eignen sich bereits Aquarien ab 54 Litern Inhalt sehr gut. Den etwas größeren Fadenfischen sollte man jedoch ein Volumen von 100 Litern oder mehr anbieten. Die Küssenden und Riesen-Guramis eignen sich wirklich nur für deutlich größere Aquarien. Labyrinthfische fühlen sich in bepflanzten Aquarien sehr wohl, auch das Einbringen einiger Schwimmpflanzen empfiehlt sich.

 

Ernährung
Labyrinthfische ernähren sich in der Regel von Krebstieren, Insektenlarven und Würmern, aber auch ins Wasser fallende Insekten gehören zum Nahrungsspektrum. Mit Ausnahme der Zwergguramis und Hechtköpfe sind diese Fische außer mit Lebend- und Frostfutter auch gut mit Trockenfutter zu ernähren.

 

Wasserparameter
Die Mehrzahl der Arten lässt sich in Wasser mit einer Gesamthärte von bis zu 25 ° dGH bei einem pH-Wert von 6,0-8,0 pflegen. Einige spezialisierte Schwarzwasserarten (Parosphromenus, Sphaerichthys, wenige Betta-Arten, Luciocephalus) benötigen zur Pflege jedoch weiches und saures Wasser (pH 5,0-6,5). Die Wassertemperatur sollte für den Großteil der Arten zwischen 23° und 29°C liegen. Die chinesischen Makropoden kommen sogar mit deutlich weniger aus.

 

Verhalten und Vergesellschaftung
Die meisten Labyrinthfische sind ausgesprochen ruhige Aquarienfische. Sie beanspruchen häufig kleinere Reviere, sind aber recht verträglich und deshalb gut mit Fischen mit ähnlichen Ansprüchen zu vergesellschaften. Beim Kampffisch (Betta splendens) sollte man nicht mehrere Männchen in einem Aquarium pflegen, da sich diese häufig bis zum Tod bekämpfen. Aufgrund der meist sehr großen oder langen Flossen der Tiere sollte man eine Vergesellschaftung mit Fischen vermeiden, die dazu neigen, die Flossen anzufressen.

 

Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechtsunterschiede sind bei diesen Fischen nicht einheitlich ausgeprägt. Die Männchen sind bei den Guramis, Kampffischen, Fadenfischen und Makropoden meist etwas größer und prächtiger, bei vielen Arten tragen sie auch größere Flossen.

 

Vermehrung
Diese Fische werden im Aquarium häufig vermehrt. Bei den Labyrinthfischen gibt es vor allem zwei verschiedene Fortpflanzungsstrategien. Die Bewohner ruhiger Gewässerbereiche sind vielfach Schaumnestbauer. Das Männchen schützt die Eier durch von ihm produzierte Schaumblasen und verteidigt das Nest gegen andere Fische. Die Eier und Jungfische dieser Fische sind sehr klein. Arten aus Fließgewässern betreiben zumeist Maulbrutpflege. Die aus dem Maul entlassenen Jungfische sind bereits recht groß.