Informationsblatt zu lebendgebärende Zahnkarpfen


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Koi Schwertträger - Xiphopherus helleri

Die Lebendgebärenden Zahnkarpfen stellen eine Unterfamilie der Poecilidae dar, die einige der beliebtesten Aquarienfische überhaupt beinhaltet. Insbesondere der weltbekannte Guppy (Poecilia reticulata) mit seinen unzähligen, eindrucksvollen Farbvarianten, oder auch der Platy (Xiphophorus maculatus), der Schwertträger (X. helleri) und der Molly mit zahlreichen Farbformen (Poecilia sphenops) erfreuen sich seit Jahrzehnten größter Beliebtheit unter den Aquarianern.


Haltung
Damit sich die Tiere wirklich wohlfühlen sollen sie in Gruppen von mindestens 5 Mollys oder mehr gehalten werden.

 

Größe
Die auch kurz als Lebendgebärende bezeichneten Zahnkarpfen gehören eher zu den kleineren Aquarienfischen. Die kleinsten Vertreter (z.B. der Zwergkärpfling) werden nur etwa 3 cm groß. Die Maximalgröße der populären Guppys, Platys und Mollys, beträgt ca. 5-9 cm. Schwertträger und Segelkärpflinge können hingegen 10-12 cm groß werden.

 

Alter
Bei guter Pflege können diese Tiere im Aquarium ein Alter von 4-5 Jahren erreichen.

 

Aquarium
Zur Pflege der meisten Arten eignen sich bereits Aquarien ab 54 Litern Inhalt. Für Schwertträger und Segelkärpflinge sind hingegen Becken von mindestens 100, besser 200 Litern anzuraten. Eine ausreichende Dekoration sowie eine üppige Bepflanzung kommen dem Wohlbefinden der Tiere sehr entgegen.

 

Ernährung
Lebendgebärende Zahnkarpfen sind Allesfresser, die neben feinem Lebend- und Frostfutter auch sehr gut mit den verschiedensten Trockenfuttersorten ernährt werden können. Da sich viele Arten in der Natur auch zusätzlich von Algen ernähren, empfiehlt sich das Verfüttern von Pflanzenflocken.

 

Wasserparameter
Die meisten Arten lassen sich problemlos in Leitungswasser pflegen, wobei besonders von den am häufigsten gepflegten Arten härteres Wasser bevorzugt wird. Auch hinsichtlich des pH-Wertes (6,0-8,5)und der Temperatur (18-30°C) sind diese Fische überaus tolerant. Es
gibt jedoch auch Spezialisten (v.a. einige Wildformen).

 

Verhalten und Vergesellschaftung
Lebendgebärende Zahnkarpfen sind vorwiegend friedliche Aquarienfische und eignen sich deshalb gut zur Vergesellschaftung untereinander, aber auch mit den meisten anderen friedlichen Fischarten mit ähnlichen Ansprüchen. Die geschlechtsreifen Männchen können jedoch in ihrer starken Paarungsaktivität Artgenossen und selbst andere Fischarten belästigen und Stress verursachen. Da die Tiere in der Natur gesellig leben, sollte man sie zumindest in einer kleinen Gruppe von 5-6 Tieren pflegen.

 

Geschlechtsunterschiede
Bei den Lebendgebärenden Zahnkarpfen sind die Männchen i. d. R. kleiner als die Weibchen, jedoch weitaus farbenfroher. Die Männchen sind zudem gut an dem Fortpflanzungsorgan, dem sogenannten Gonopodium, am Ansatz der Afterflosse als Spitze zu erkennen. Bei den Weibchen ist diese Flosse abgerundet.

 

Vermehrung
Die Lebendgebärenden Zahnkarpfen zählen, wie der Name schon sagt, zu den Fischen, die bereits lebende Junge zur Welt bringen. Die Vermehrung dieser Arten gelingt im Aquarium also vergleichsweise einfach. Sobald die Fische eingewöhnt sind und sich wohl fühlen, werden die Männchen anfangen zu balzen. Oft kann man schon nach wenigen Tagen die ersten, bereits relativ großen Jungfische im Aquarium entdecken. Diese werden von den größeren Aquarienmitbewohnern auch gerne gefressen. Wenn man Nachwuchs wünscht, sollte man den Jungfischen einen dichten Pflanzenbewuchs als Versteck anbieten. Einige Lebendgebärende können sich unter Umständen im Aquarium so stark vermehren, dass das Behältnis irgendwann überbevölkert ist.