Informationsblatt zu eierlegende Zahnkarpfen


Die eierlegenden Vertreter der Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes) werden als Killifische (kurz Killis) bezeichnet  und sind insgesamt auf 8 Familien verteilt. Wegen ihrer Vielfalt und Attraktivität haben diese Fische eine große Fangemeinde. Allerdings werden nur
wenige Arten im Handel angeboten, sondern direkt von Züchter zu Züchter weitergegeben. Zu den beliebtesten Killis zählen der Kap Lopez, Gardners Prachtund Günthers Prachtgrundkärpfling sowie der Streifen-, Querband- und Ringelhechtling.

 

Haltung
Killifische sollten in kleinen Gruppen von mindestens 6 Tieren gehalten werden. Killifische sind gewöhnlich hervorragende Springer und finden selbst kleinere Lücken in der Aquarienabdeckung! Bitte decken Sie das Aquarium gut ab!

 

Größe
In der Regel bleiben Killis ausgesprochen klein und erreichen nur eine Körperlänge von 3-6 cm. Etwas größer werden beispielsweise einige Hechtlinge der Gattung Epiplatys, die bis zu 10 cm erreichen. Auch einzelne Aphyosemion erreichen eine ähnliche Größe.

 

Alter
Viele Killifische sind Saisonfische und leben in der Natur nur für wenige Monate. Im Aquarium leben sie deutlich länger. Einige Arten können sogar 4-5 Jahre alt werden.

 

Aquarium
Viele Killifische sind aufgrund ihrer Lebensweise geradezu prädestiniert für kleine Aquarien. Für die meisten Arten sind deshalb Aquarien ab 54 Litern Inhalt völlig ausreichend. Die größeren Arten sollten besser in 100 Liter großen Aquarien gepflegt werden. Das Aquarium sollte nach Möglichkeit bepflanzt sein, damit sich die ständig imponierenden Männchen auch ein wenig aus dem Weg gehen können. Auch Laub lässt sich gut in ein Aquarium für Killis einbringen, das ebenfalls Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere bietet. Für die Bodenlaicher empfiehlt sich ein Untergrund aus Torf oder Torffasern, in die die Eier abgelegt werden.

 

Ernährung
Eierlegende Zahnkarpfen ernähren sich vorrangig von Krebstieren, Insektenlarven und Würmern und lassen sich deshalb gut mit dem handelsüblichen Lebend- und Frostfutter ernähren. Die handelsrelevanten Arten kann man auch gut mit Trockenfutter füttern.

 

Wasserparameter
Die meisten Killifische fühlen sich in Wasser mit einerGesamthärte von bis zu 20 ° dGH bei einem pH-Wert von 6,0-7,5 wohl. Die Wassertemperatur sollte für den Großteil der Arten zwischen 22° und 27°C liegen. Einige Spezialisten (wie z.B. die afrikanischen Diapteron) oder die suptropischen Aphanius bevorzugen niedrigere Temperaturen (18-22 °C).

 

Verhalten und Vergesellschaftung
Die Killifische sind überwiegend friedliche kleine Fische, die sich in einer kleinen Gruppe von zumindest 5-6 Tieren am wohlsten fühlen. Die Männchen beanspruchen häufig kleinste Reviere und zeigen anderen Männchen gegenüber ein wunderschönes Imponierverhalten. Viele Arten sind auch gut mit kleineren und friedlichen Beifischen anderer Fischgruppen zu vergesellschaften, sofern diese ähnliche Ansprüche haben.

 

Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechtsunterschiede sind bei den meisten Arten sehr deutlich ausgeprägt. Die Männchen leuchten häufig in den prächtigsten Farben und könnn auch größere Flossen ausbilden, während die Weibchen schlichter gefärbt und kurzflossiger sind.

 

Vermehrung
Von Killifischfreunden werden viele Arten dauerhaft vermehrt. Es gibt verschiedene Fortpflanzungsstrategien. Einige Arten sind Bodenlaicher, deren Eier meist Trockenphasen benötigen. Die meisten Eierlegenden Zahnkarpfen heften ihre Eier allerdings an Pflanzen an. Brutpflege wird nicht betrieben.