Informationsblatt zur Schmerlen und Schmerlenartige


Schmerlen, Schmerlenartige Fische, Zierfische kaufen in Nürnberg
Sternchenschmerle - Botia kubotai

Die Schmerlenartigen (Cobitoidea) sind eine Überfamilie der Karpfenfischartigen und bestehen aus den Saug- schmerlen, Saugkarpfen (inkl. Wimpelkarpfen, wie die Fledermausschmerle), Steinbeißern, Pracht- und Bach- schmerlen sowie Flossensaugern. Charakterisiert wird diese Gruppe durch einen unter dem Auge befindlichen Dorn sowie ein unterständiges Maul. Viele beliebte Aqua- rienfische zählen zu dieser Gruppe. Die begehrtesten Arten sind die Pracht-, die Saug-, die Netz- und die Zebraschmer- le, das Dornauge sowie der Schmetterlings-Flossensauger.

Haltung
Erwerben Sie von diesen meist geselligen Tieren zumindest eine Gruppe von 5-6 Tieren, damit die Art ihre natürliche Verhaltensweise zeigen kann.

 

Größe
Die Zwergschmerlen (Yunnanilus, A. sidthimunki) erreichen nur eine Länge von 4-7 cm. Die Dornaugen, die meisten Flossensauger und Steinbeißer, die Bachschmerlen und viele Botia werden in der Regel etwa 7- 12 cm lang. Die Prachtschmerle erreicht bis zu 30 cm
und die Fledermausschmerle etwa 60 cm Länge.

 

Alter
Bei guter Pflege können die Fische sehr alt werden, die Prachtschmerlen beispielsweise 20-25 Jahre, die meisten aber zumindest 6-10 Jahre.

 

Aquarium
Zur Pflege der kleineren Schmerlen (z.B. Pangio, Yunnanilus, Schistura) eignen sich bereits Aquarien ab 54 Litern Inhalt sehr gut. Für viele Botia-Arten sollte man jedoch ein Volumen von 100 Litern oder mehr anbieten. Für Prachtschmerlen oder die Fledermausschmerlen sind deutlich größere Aquarien anzuraten. Die meisten Arten fühlen sich in stark bepflanzten Aquarien ausgesprochen wohl. Weiterhin sollten viele Verstecke angeboten werden, für Botia und Verwandte eignen sich beispielsweise Röhren sehr gut. Ein möglichst feiner Bodengrund ist für viele Schmerlen sinnvoll, da sie gerne darin gründeln oder sich sogar vergraben.

 

Wasserparameter
Die Mehrzahl der Schmerlenartigen lässt sich in Wasser mit einer Gesamthärte von bis zu 25 ° dGH bei einem pH-Wert von 6,0-7,5 pflegen. Die Wassertemperatur sollte für den Großteil der Arten zwischen 23° und 29°C liegen. Die chinesischen Arten (z.B. Schmetterlings- Flossensauger) kommen sogar mit 18-25 °C aus, die Myxocyprinus vertragen sogar noch deutlich weniger.

 

Verhalten und Vergesellschaftung
Schmerlenartige sind meist gesellig, die Prachtschmerlen und Verwandten bilden in der Gruppe sogar eine Sozialstruktur aus. Es bestehen vielfältige Möglichkeiten der Vergesellschaftung mit Fischen mit ähnlichen Ansprüchen, beispielsweise mit Barben undBärblingen. Die Yasuhikotakia und Syncrossus sind recht aggressiv und sollten dem entsprechend nur mit robusten Fischen vergesellschaftet werden.

 

Geschlechtsunterschiede
Die meisten Schmerlen zeigen keine auffälligen Geschlechtsunterschiede. Die Geschlechter unterscheiden sich häufig im Alter in Größe und Körperfülle.

 

Vermehrung
Verschiedene Arten wurden bereits im Aquarium vermehrt. Schmerlen verstreuen in der Regel recht kleine Eier, einige Flossensauger vergraben diese sogar imBoden. Eine Brutpflege wird nicht betrieben.