Informationsblatt zur Gruppe der Barben / Bärblinge

Die sehr beliebten Barben und Bärblinge werden der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae) zugerechnet und tragen wie die Namensgeber der Gruppe häufig Barteln am Maul. Es handelt sich um eine riesige Gruppe von Fischen, die sehr verschiedene ökologische Nischen besetzen. Selbst Räuber findet man in dieser Gruppe. Die beliebtesten Arten sind der Zebra- und der Mosquito-Zwergbärbling, der Kardinalfisch sowie die Keilfleck-, Sumatra-, Brokat- und Odessabarbe.

Haltung
Barben und Bärblinge treten häufig im Schwarm auf. Besonders die Bärblinge sind als ausgesprochen friedlich zu bewerten und mit vielen kleineren Arten mit ähnlichen Ansprüchen gut zu vergesellschaften.Erwerben Sie von  Schwarmfischen mindestens eine Gruppe von 6-10 Tieren, damit die Art ihre natürliche Verhaltensweise zeigen kann. 

 

Größe
Unter den Bärblingen gibt es sehr kleine Arten, die gerade mal 2 cm erreichen (z.B. die Boraras), größere Arten der Gattung Rasbora werden bis zu 10 cm lang. Die populärsten Barben der Gattungen Puntigrus und Pethia erreichen 6-10 cm Länge. Riesen wie die Haibarbe können bis zu 40 cm lang werden.

 

Alter
Bei guter Pflege können diese Fische im Aquarium durchaus ein Alter von 6-10 Jahren erreichen.

 

Aquarium
Zur Pflege der kleineren Bärblinge (z.B. Boraras, Danio, Trigonostigma) eignen sich bereits Aquarien ab 54 Litern Inhalt sehr gut. Für die Pflege einer Gruppe von Barben mittlerer Größe sollte man jedoch ein Volumen von 100 Litern oder mehr anbieten. Großbarben wie die schreckhafte Haibarbe benötigen für eine artgerechte Pflege deutlich größere Aquarien. Die meisten Arten fühlen sich in stark bepflanzten Aquarien wohl.

 

Wasserparameter
Die meisten Arten lassen sich problemlos in Wasser mit einer Gesamthärte von bis zu 25 ° dGH bei einem pH-Wert von 5,5-7,5 pflegen. Selbst die Schwarzwasserarten fühlen sich in Leitungswasser wohl, vermehren sich darin aber zumeist nicht. Die Wassertemperatur sollte für den Großteil der Arten zwischen 22° und 27°C liegen. Viele chinesische Arten, wie der Kardinalfisch, sollten jedoch kühler gepflegt werden (18-24 °C).

 

Verhalten und Vergesellschaftung
Für die Vergesellschaftung von Barben bieten sich viele Möglichkeiten, nur neigen einige Arten (z.B. die Sumatrabarbe) dazu, langflossigen Fischen nachzustellen. Eine Vergesellschaftung mit Kampffischen oder Skalaren sollte deshalb vermieden werden. Da es sich häufig um sehr schnelle Fresser handelt, sollte man darauf achten, dass ruhigere Fische nicht zu kurz kommen.

 

Geschlechtsunterschiede
Die Geschlechtsunterschiede sind bei dieser Gruppe nicht einheitlich ausgeprägt. Vielfach sind Männchen und Weibchen kaum zu unterscheiden, die Weibchen lediglich etwas größer und robuster. Bei den Pethia sind die Männchen deutlich attraktiver als die Weibchen gefärbt. Die Männchen der Dawkinsia sind hübscher und tragen verlängerte Rückenflossen.